Der Functional-Movement-Screen (FMS) ist ein Beweglichkeits- und Stabilitätstest, der von dem amerikanischen Physiotherapeuten und Fitnesscoach Gray Cook in Zusammenarbeit mit seinen Kollegen in den 1990er Jahren entwickelt wurde. Frei übersetzt könnte man sagen ein Abbild des funktionellen Bewegungsspielraums des Getesteten. Dieser Test entstand aus Cooks jahrelanger Erfahrung in der Betreuung von orthopädisch-traumatologisch betroffenen Patienten und Sportlern. Er entspricht im Wesentlichen, auch unserer Philosophie, den Körper als komplexes System zu betrachten. Er ist praktikabel, der gelieferte Ertrag leicht verständlich und die Rückschlüsse auf die darauffolgende Trainingsplanung ersichtlich. Der FMS überprüft wichtige konditionelle Fähigkeiten zur Erfassung potentieller Verletzungsrisiken und ineffizienter Bewegungsmuster. Schwächen werden so rechtzeitig erkannt und Trainingsempfehlungen darauf abgestimmt.

 

 

Im Optimalfall sollten konditionelle Fähigkeiten wie Koordination, Beweglichkeit, Kraft und Stabilität gleichermaßen ausgebildet sein, um funktionelle Bewegungen im Alltag, im Sport oder während der Freizeit verletzungsfrei durchführen zu können. Ziel des Functional-Movement-Screens ist es letztlich, Verletzungen vorzubeugen und Trainierende, unerheblich welche Ziele sie verfolgen, leistungsfähiger zu machen und in der Endkonsequenz, die Lebensqualität bis ins hohe Alter zu erhalten.

 

 

Das von uns favorisierte aber auch logische Training enthält Bewegungen, die bzgl. Mechanik, Koordination und Energiebereitstellung den Anforderungen des Alltags oder sportspezifischen Bewegungen entsprechen. Funktionell, dieses Wort was auch im FMS vorkommt, definiert dass alle an einer Bewegung beteiligten Muskeln und das gesamte Bindegewebe korrekt zusammenarbeiten. Dabei stehen die Belastung gemäß der Funktion Ihrer Muskulatur und die Berücksichtigung der Bewegungsachsen im Vordergrund.

 

 

Funktionell wird ein Training erst durch das Berücksichtigen der anatomischen und physiologischen Grundbedingungen. Dazu kommt, dass die im sportlichen Alltag auftretenden Belastungen, Beanspruchungen und Bewegungen nicht außer Acht gelassen werden dürfen. Bewegungszusammenhänge verschiedener Muskelgruppen und das Zusammenspiel zwischen Nerven und Muskeln werden umfassend trainiert.

 

 

Die Philosophie, wie oben schon angedeutet, die hinter diesem Konzept steckt, sieht den gesamten Körper als Einheit und nicht nur in einzelnen Körperpartien. Der Vergleich mit einer Kette ist hier sehr passend. Jeder weiß: eine Kette ist immer nur so stark, wie ihr schwächstes Glied. Mittels des Functional-Movement-Screens ist man heutzutage in der Lage, das schwächste Glied in der Bewegungskette zu finden.

 

 

Ziel ist es, Asymmetrien, Dysbalancen und Schwachstellen im Körper der Testperson aufzudecken. Grundlage hierfür bilden sieben verschiedene Bewegungsübungen. Die Übungen wurden allesamt dem alltäglichen Leben entnommen. Jeder Mensch sollte sie korrekt, d. h. ohne Ausweichbewegungen oder Schmerzen, durchführen können.

 

 

Dabei setzen wir ein einfaches, aber bewährtes Punktesystem ein. Drei Punkte gibt es, wenn die Übung perfekt durchgeführt werden kann und zwei, wenn die Übung zwar durchgeführt werden kann, aber nur mit Kompensations- bzw. Ausweichbewegungen.

 

Auf das Testergebnis aufbauend erstellen wir einen individuellen Trainingsplan, der besonders auf die Behebung der gemessenen Defizite mit so genannten korrigierenden Übungen abzielt. Erst wenn die durch den FMS getesteten Grundbewegungen des Alltags fehler- und schmerzfrei beherrscht werden, sollte man laut Experten mit dem weiterführenden und intensiveren Fitnesstraining beginnen.

 

Die 7 Standardübungen im einzelnen:

 

 

1. Die tiefe Überkopfkniebeuge (Deep Squat)

 

2. Über eine Hürde steigen (Hurdle Step)

 

3. Ausfallschrittkniebeuge mit beiden Füßen auf einer Linie (In-Line Lunge)

 

4. Schulterbeweglichkeit (Shoulder Mobility)

 

5. Gestrecktes Beinheben in Rücklage (Active Straight-Leg Raise)

 

6. Rumpfstabilitäts-Liegestütz (Trunk Stability Push-up)

 

7. Rotationsstabilität im Vierfüßlerstand (Rotary Stability)

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